Undine Materni: Manchmal ist es gut an roten Pfeffer zu denken

Aus einer poetisch-künstlerischen Perspektive auf Frauen in Handwerksberufen, soll ihnen Ehre erwiesen werden. Die Handwerkerinnen kommen in den Gedichten von Undine Materni selbst zu Wort, sprechen von ihren Leidenschaften, dem Wachsen und Werden, ihrem Verhältnis zu Materialien oder Menschen. Die Malerin und Grafikerin Ruth Habermehl hat die Gedichte nicht illustriert, das wäre zu einfach, sondern durch teilweise freche, erstaunliche und augenzwinkernde Collagen ergänzt. Und natürlich ist auch sie eine Handwerkerin, denn ihre Collagen entstehen nicht am Bildschirm, sondern mit ihren Händen, die virtuos mit Kleber, Schere und Stiften umzugehen vermögen. Gedichte und Collagen zur Bäckerin, Köchin, Metzgerin, Damenmaßschneiderin, Herrenmaßschneiderin, Hutmacherin, Goldschmiedin, Uhrmacherin, Schusterin, Friseurin, Posamentiererin, Gärtnerin, Fotografin, Bestatterin, Puppenmacherin, Dessousmaßschneiderin, Zuckerbäckerin.

Undine Materni *1963 in Sangerhausen - studierte Chemie - arbeitete u. a. als Forschungsingenieurin, Altenpflegerin und Kellnerin - war Mitherausgeberin der Zeitschrift „reiterIn Dresden“ - studierte 1990 bis 1993 am Deutschen Literaturinstitut - ist seit 2006 freie Autorin, Lektorin und Publizistin, Kolumnistin, Kunst- und Literaturkritikerin - lebt in Dresden

Gans Verlag Berlin | 20 Euro
72 Seiten | ISBN: 978-3-946392-76-7