Geschrieben am 11. Oktober 2022

Jan Kuhlbrodt und Petrus Akkordeon: Mein Land und ich wir werden

Petrus Akkordeon und Jan Kuhlbrodt begeben sich zeichnerisch und textlich an Grenzen, die das Moment des Absoluten bergen, die zu überschreiten, wie die Grenze des Lebens, die Rückkehr ausschließt

Der Angst aber, die diesen Grenzen anhaftet, begegnen sie mit Humor und Lakonie. Was also auf den ersten Blick wie ein Todesbuch daherkommen könnte, ist ein Canto General auf das Leben. Der Band versammelt sieben Gedichtzyklen von Jan Kuhlbrodt aus den letzten fünf Jahren, die in dieser Zeit wuchsen, an denen er weitergeschliffen und gefeilt hat. Die für existenzielle Bedrängnis durchlässigen lakonischen Gesten der kuhlbrodtschen Verse greifen die Grafiken von Petrus Akkordeon auf, die eigens für dieses Buch erstellt, mit wenigen Strichen, Verzweiflung und Leere, Bedrängnis und Hoffnung einfangen. Der Band ist im Gans Verlag erschienen.

Petrus Akkordeon wurde 1971 in Berlin geboren. Mit etwa vierzehn jahren entschloss er sich, ein Künstler zu sein. das macht er seit dieser Zeit sehr intensiv. Neben unzählbaren Bildern und Zeichnungen, Graphiken, Objekten und Aktionen schreibt er auch. 1999 gründete er mit seinem Künstlerkollegen Georg Kakelbeck den unkommerziellen Kunstkampfverlag Berlin.

Jan Kuhlbrodt wurde 1966 in Karl-Marx-Stadt (heute Chemnitz) geboren. Er studierte Politischen Öko­nomie in Leipzig, Philo­sophie in Frankfurt am Main sowie am Deutschen Literaturinstitut. Er arbeitete als Lehrer in einem Projekt für straffällig gewordene Jugendliche und als Antiquar und war Herausgeber der Literaturzeitschrift EDIT. Heute lebt Jan Kuhlbrodt als Dichter, Autor, Redakteur und Dozent in Leipzig.

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.