Geschrieben am 24. Juni 2022

Bei uns zu Gast: Landolf Scherzer

Als Landolf Scherzer 2019 auf die Krim fuhr, konnte er nicht ahnen, dass es der Vorabend eines Krieges würde. Am 28. September um 19.30 Uhr stellt er im Literaturhaus Leipzig sein neues Buch "Leben im Schatten der Stürme – Erkundungen auf der Krim“ vor.

Der Schriftsteller Landolf Scherzer

Die Halbinsel Krim ist eine Region, die ein Paradies sein könnte, aber zum Spielball zwischen Russland und der Ukraine wurde. Als Landolf Scherzer, der „Spezialist für Recherchen vor Ort“, 2019 auf die Krim fuhr, konnte er jedoch nicht ahnen, dass es der Vorabend eines Krieges würde. Trotzdem wird aus seinen Beobachtungen und Begegnungen die historische Dimension des Konflikts deutlich. Sein Porträt einer Krisenregion vereinfacht nicht, verurteilt nicht und wird dadurch umso wahrhaftiger und lebendiger. So heißt es darin unter anderem: „Die meisten hier haben Leidensgeschichten. Russen, Polen, Deutsche, Ukrainer … Nicht nur bei den Tataren blieb die Angst wie ein Geschwür im Kopf. Auf der Krim ist sie jetzt als Angst vor dem Krieg wieder lebendig.“

Auf Einladung des Sächsischen Literaturrates spricht Landolf Scherzer mit Bettina Baltschev über sein aktuelles Buch "Leben im Schatten der Stürme – Erkundungen auf der Krim“.

Landolf Scherzer wurde 1941 in Dresden geboren. Er studierte Journalistik an der Universität in Leipzig, wurde aber wegen kritischer Reportagen exmatrikuliert. Seit 1975 lebt er als freier Schriftsteller in Thüringen. Sein umfangreiches Werk umfasst Langzeitreportagen, Porträts von Menschen und Landschaften weltweit sowie Hörspiele und Theaterstücke. Zuletzt erschienen „Buenos días, Kuba. Reise durch ein Land im Umbruch“ und (mit Hans-Dieter Schütt) „Weltraum der Provinzen. Ein Reporterleben“

Eintritt 7 / 5 Euro

Diese Maßnahme wird mitfinanziert durch Steuermittel auf der Grundlage des vom Sächsischen Landtag beschlossenen Haushaltes.